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Aktuelles aus der Presse

veröffentlicht: 17.01.2026

Wichtige Informationen zur Markteinstellung von Xyrem (Version 17.1.2026)

Aktualisierte Informationen vom 08.01.2026 an alle Patientinnen und Patienten, die bisher Xyrem eingenommen haben Wie Sie möglicherweise bereits erfahren haben, hat die Firma UCB Mitte Dezember 2025 angekündigt, per April 2026 die Lieferung von Xyrem in die Schweiz einzustellen. Diese Ankündigung hat bereits jetzt für Dezember bis Januar zu einem Lieferengpass geführt (Ursache ev. Hamsterkäufe?), der nicht kompensiert werden kann, weil in der Schweiz im Gegensatz zum Ausland (z.B. Deutschland) keine Alternative zur Verfügung steht. Unser ärztliche Beirat Prof. J. Mathis sowie andere Ärzte und Apotheker suchen schweizweit in Zusammenarbeit mit Swissmedics und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) seit Wochen nach einer Lösung, wie man den Wirkstoff entweder als Generikum aus dem Ausland (z.B. aus Deutschland oder aus Lichtenstein) importieren könnte oder wie man in der Schweiz ein analoges Heilmittel herstellen könnte. Nach Abklärungen bei diversen Apotheken schweizweit möchten wir Sie über den Zwischenstand informieren: Leider akzeptieren die Apotheker in Deutschland kein Betäubungsmittel (BTM) Rezept von einem Schweizer Arzt. Der Patient müsste sich deswegen zuerst einen deutschen Arzt suchen und dann vermutlich sowohl die Konsultation und das Medikament selbst bezahlen, weil die Kostenübernahme durch die Schweizer Kassen ebenfalls noch völlig unklar ist. In Lichtenstein würde zwar ein Schweizer BTM-Rezept akzeptiert, weil der Import nach Lichtenstein aber aus der Schweiz erfolgt, besteht auch dort der Engpass. Ein Import nach Lichtenstein aus der EU (Österreich) wird zur Zeit abgeklärt. Im Hinblick auf mögliche Lösungswege sollten wir grundsätzlich unterscheiden zwischen der Zeit nach April 2026, wenn kein Xyrem von UCB mehr in die EU, UK, die Schweiz und in die Türkei geliefert wird und dem aktuellen Engpass vom Januar 2026. Im Februar/März 2026 sollten nochmals einige Lieferungen von Xyrem durch UCB in die Schweiz erfolgen. Welche Möglichkeiten haben die Patienten für den aktuellen Lieferengpass? Wir raten Ihnen zuerst in mehreren Apotheken nachzufragen, wenn Ihre Stammapotheke keine Flaschen an Lager hat. Der Apotheker kann auch direkt bei UCB (Tel 058 822 31 89) nachfragen. Es besteht aber nur eine geringe Chance, dass man auf diesem Weg noch eine Flasche auftreiben kann. Wer die Möglichkeit hat, etwas Xyrem einzusparen, indem kleinere Dosen eingenommen werden oder weniger an freien Tagen, kann dies versuchen, um hoffentlich bis Februar über die Runden zu kommen. Gewisse Patienten können einfacher die erste Dosis reduzieren oder ganz weglassen. Patienten, welche Xyrem hauptsächlich gegen die Kataplexien einsetzen, könnten auf Venlafaxin-Sandoz 35.5 bis 75mg am Morgen oder auf Wakix (Kostengutsprache nötig) umstellen. Achtung, eine mögliche Nebenwirkung von Wakix sind Schlafstörungen. Für Patienten, welche Xyrem für eine Verbesserung des Schlafes einsetzen stehen ausser Benzodiazepinen (z.B. Rivotril oder Zolpidem) im Moment keine Alternativen zur Verfügung. Der Einsatz von Benzodiazepinen in kleinen Dosen über wenige Wochen, sollte aber zumindest keine schwereren Nebenwirkungen oder gar eine Suchtbildung hervorrufen. Eine gewisse Gewöhnung ist jedoch schon möglich. Für Patienten mit einer idiopathischen Hypersomnie, welche von Xyrem bei Aufwachen am Morgen profitieren, sehen wir im Moment auch keine gute Lösung. Import aus dem Ausland Es besteht seit wenigen Tagen immerhin die Möglichkeit, dass die Apotheke Lehenmatt in Basel das Generikum Natriumoxybat-Ethypharm aus Deutschland importieren kann. Die erste Bestellung erfolgte am 12.1.2026 (Lieferfrist ca. Ende Januar durch die Bewilligungsprozesse für Export und Import erklärt wird). Der behandelnde Arzt müsste das Betäubungsmittelrezept und die Kassenangaben inkl. Versicherten Nummer an die Lehenmann Apotheke senden. Cédric Wernli Fachapotheker in Offizinpharmazie Verantw. Apotheker und Inhaber Lehenmatt Apotheke AG Lehenmattstrasse 249 CH - 4052 Basel Die Unitobler Apotheke in Bern hat ebenfalls die Möglichkeit gefunden. Natriumoxybat-Ethyphram aus Deutschland zu importieren (Bestellung per Mail an info@unitobler.ch oder per Post an Apotheke Unitobler, Neufeldstrasse 1, 3012 Bern; siehe auch separates Anmeldeformular). Die nächste Bestellung ist für den 23. Januar geplant. Gemäss einem Rundschrieben des BAG müssten die Kassen die Kosten dieses Generikums übernehmen. Ob allenfalls eine Bestellung in Lichtenstein ohne längere Lieferfrist möglich ist, muss von der Apotheke Sonnenplatz in Triesen noch abgeklärt werden. Bitte keine telefonischen Nachfragen an die Apotheken, weil dies lediglich die MitarbeiterInnen belastet und keine Beschleunigung der Lieferung bewirkt! Ersatz nach April 2026 Mehrere grössere Apotheken in der Schweiz haben geantwortet, dass die Herstellung eines Generikums in der Schweiz kein grösseres Problem darstellen sollte, ausser dass die Lieferfrist für den Wirkstoff (aus Indien) bis zu 4 Monaten dauern könnte. (Einige Apotheken haben aber angeblich im Dezember bestellt). Aktualisierte Informationen Sie unter der narcolepsy.ch Mit freundlichen Grüssen Prof. em. Dr. med. Johannes Mathis, Ärztlicher Beirat der SNaG Michel Weber, Präsident der SNaG
veröffentlicht: 21. Juni 2022

Neue Gesundheitsstudie zeigt - Schweizerinnen und Schweizer schlafen schlecht

Schweizerinnen und Schweizer schlummern schlecht. Das zeigt die neue Gesundheitsumfrage der Sanitas. Was Abhilfe schaffen könnte: Ab diesem Jahr können Schlafstörungen offiziell als solche diagnostiziert werden.
veröffentlicht: 25. November 2022

Das Schweizer Register für seltene Krankheiten (SRSK) hat seit Kurzem eine Webseite

Die Webseite des Schweizer Register für seltene Krankheiten (SRSK) ist aufgeschaltet. Auf der Webseite finden Betroffene, Fachpersonen und Forschende ausführliche Informationen über das SRSK und alle benötigten Unterlagen für eine Registration.
veröffentlicht: 24. Mai 2022

Tagesanzeiger | Chefapotheker schlägt Alarm - Viele Schmerzmittel sind ausverkauft

Von Ritalin bis zu Krebsmedikamenten – der Pharmazeut Enea Martinelli warnt, dass rund 470 Präparate in der Schweiz fehlen. Sorgen macht ihm Chinas Rolle auf dem Markt. Der Lieferengpass beim Ritalin ist auf eine kurzfristig erhöhte Nachfrage zurückzuführen und dies nur auf Packungen mit niedrig dosierten Konzentrationen von 10 beziehungsweise 20 Milligramm. Novartis gibt bereits Entwarnung. Das Medikament wird vermutlich in den folgenden Tagen wieder verfügbar sein.
veröffentlicht: 19. März 2019

Brigitte | Narkolepsie: Was ist die Schlafkrankheit?

Unter dem Titel: "Narkolepsie: Was ist die Schlafkrankheit?" bringt die bekannte Frauenzeitschrift Brigitte einen Artikel. Um Laien für die Existenz von Narkolepsie zu sensibilisieren, mag die Beschreibung hier genügen. Im Detail betrachtet sind leider einige Unstimmigkeiten drin. So werden Kataplexien als Schlafattacken beschrieben, bei denen ein Muskelversagen auftritt. Und bei den Ursachen wird die genetische Disposition nicht erwähnt. Leider ein auflagenmässig weit verbreiteter Artikel mit Fehlinformationen.
veröffentlicht: 19. März 2019

Beobachter | Der Mann, der im Stehen einschlief

Ein gut geschriebener Artikel, der einerseits durch den persönlichen Bezug und andererseits mit fundierten medizinischen Aussagen überzeugt.