Die Narkolepsie ist eine potentiell invalidisierende Störung der "Schlaf & Wach-Struktur", charakterisiert durch Schlafattacken, affektive Tonusverluste, hypnagoge Halluzinationen, Schlaflähmungen und gestörten Nachtschlaf. Die Diagnose wird klinisch gestellt und Zusatzuntersuchungen, wie die aufwendige Polysomnographie sind im allgemeinen nur zum Ausschluss anderer Ursachen von Tagesschläfrigkeit notwendig. Die kürzlich nachgewiesene Korrelation zwischen einem bestimmten HLA Status und Kataplexie hat zu neuen pathogenetischen Hypothesen geführt. Die Behandlung hat das Ziel, die Ausübung des erlernten Berufes zu erhalten. Dabei werden Massnahmen zur Strukturierung des Tagesablaufes mit Einbau von Schlafpausen der medikamentösen Therapie vorangestellt. Neben Psychostimulantien zur Behandlung der Tagesschläfrigkeit und Trizyklika zur Unterdrückung der kataplektischen Attacken wurden in den letzten Jahren neuere Präparate mit Erfolg gegen die verschiedenen Narkolepsie-Symptome eingesetzt.