Die Narkolepsie wird im Volksmund als "Schlafkrankheit" bezeichnet. Tatsächlich ist ihr hervorstechendes Symptom eine lebenslang bestehende Einschlafneigung mit Schlafanfällen in den ungewöhnlichsten Situationen.

Narkoleptiker stehen ausgeruht auf, sind jedoch nach kurzer Zeit wieder todmüde. Das hat nichts mit zu wenig Schlaf, mit langem Ausgehen oder mit spät zu Bett gehen zu tun. Narkolepsie ist eine neurologische Krankheit. Sie ist eine Störung der Schlaf-Wach-Regulierung, deren Zentren im Gehirnstamm und im Mittelhirn liegen.

Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebenserwartung nicht. Allerdings bleibt sie, einmal aufgetreten, lebenslang bestehen. Sie kann erhebliche berufliche, familiäre und persönliche Probleme verursachen, denn die Symptome beeinträchtigen die Lebensführung der Betroffenen mehr oder weniger stark. Fehlendes Verständnis in Familie und am Arbeitsplatz verursacht häufig zusätzliche Schwierigkeiten.

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Bei entsprechender Einrichtung der Lebensweise, sorgfältig unterstützender, medikamentöser Dauerbehandlung und bei einer vernünftigen, vorurteilsfreien Einstellung der Umgebung können die Patienten jedoch ein fast normales Leben führen. Das erste Auftreten der Krankheit ist in der Regel eher harmlos mit Schlafanfällen in Situationen, in welchen auch der Gesunde leicht einnickt.
 
  • Narkolepsie hat nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun
  • Narkolepsie ist keine psychische Erkrankung
  • Narkoleptiker sind keine Faulpelze oder Simulanten
  • Narkoleptiker sind ganz normale Menschen - mit einem eigenen Schlafrhythmus

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