Die Spielfilme, chronologisch aufgelistet, zeigen oder erwähnen in irgendeiner Form Narkolepsie.
Zum Teil sind die Darstellungen umstritten.



Shrek the Third / Shrek der Dritte
Regie: Chris Miller, Raman Hui (Co-Director)
 
USA 2007
Animation / Trickfilm
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Inhalt:
Mit Shreks früherer Freiheit als Junggesellen-Oger ist es längst vorbei: er und seine Frau Fiona sollen sich der Hofetikette des Königreichs Far Far Away anpassen, dabei passen die beiden Oger schon mal rein physisch nicht in Hofkleidung. Ausserdem bleibt beim Ritterschlag Shreks Schwert in der Schulter des zu Adelnden stecken, und wenn er beim Stapellauf ein Schiff mit einer Flasche tauft, schlägt diese gleich ein Leck. Als sein Schwiegervater, der Froschkönig stirbt, will Shrek deshalb nicht König werden, sondern er macht sich lieber auf die Suche nach dem verschollenen Königssohn Artie. Doch der Kronprinz findet, dass Regieren irgendwie anstrengend und uncool klingt. Aber natürlich wachsen er und Shrek in ihre neuen Rollen hinein, denn sie müssen sich ja verbünden gegen den bösen Prinz Charming, der Shrek öffentlich schlachten und dann die Macht in Far Far Away übernehmen möchte.
Nichts ist heilig in diesem dritten Teil des beliebten Ogers, von der Tafelrunde bis zum Gral, von Merlin bis Rapunzel, von Aschenbrödel bis Captain Hook. Randvoll mit scharfen Pointen, saftigen Anspielungen und legendärem Witz.
 
Bemerkung:
Die Figur von Dornröschen taucht erstmals in Shrek II auf. Sie erwacht aus ihrem hundertjährigen Schlaf, fühlt sich dennoch nicht erholt. Am Hochzeitsfest von Shrek und Fiona schläft sie auf dem roten Teppich ein.
Nun kämpft sie zusammen mit Fiona, Schneewittchen und Rapunzel gegen Prinz Charming. Des öfteren schläft sie unvermittelt ein und in diesem dritten Teil wird offensichtlich, dass Dornröschen an Narkolepsie leidet.

Die Schauspielerin Cheri Oteri gibt in der Originalversion die Stimme von Dornröschen. In einem Interview bekennt sie sich dazu, selber Narkoleptikerin zu sein.
"I slept a lot . . . I literally rolled out of the bed to get the role. It's narcolepsy and it's a disease and it's not funny."

Sleeping Beauty (Cheri Oteri) suffers from narcolepsy, an unfortunate condition that leaves her feeling lost in conversation and a little bit out of the loop with the other princesses.
 
Schauspieler:
Mike Myers (Schrek), Cameron Diaz (Fiona), Eddy Murphy (Esel), Antonio Banderas (der gestiefelte Kater), Justin Timberlake (Artie), Eric Idle (Merlin), Rupert Everett (Prince Charming), Julie Andrews (Queen Lillian), Cheri Oteri (Dornröschen), Amy Poehler (Schneewittchen), Amy Sedaris (Aschenbrödel)
92 min.




A Perfect Day (Sleepless in Beirut)
Regie: Joana Hadjithomas, Khalil Joreige
 
France / Libanon 2005
Drama
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Inhalt:
Der 25-jährige Malek lebt mit seiner Mutter Claudia in Beirut. Beide trauern noch immer um den Vater und Ehemann, der vor fünfzehn Jahren während des Libanonkriegs verschollen ist. Mit ihrer Fürsorglichkeit erstickt Claudia ihr einziges Kind Malek beinahe. Obwohl die Chancen auf eine Rückkehr ihres Mannes verschwindend gering sind, mag Claudia sich nicht damit abfinden. Malek möchte wohl die Trauer um den Vater beenden, verweigert sich jedoch einer anderen Realität: seine Freundin hat ihn verlassen, er aber kann die Trennung nicht akzeptieren und hört nicht auf, sie zu bedrängen. Damit nicht genug, leidet er seit kurzem unter Narkolepsie. Mutter und Sohn stecken in ihrem Alltag fest und haben nicht die Kraft, sich daraus zu befreien.
Der Film erzählt vom Liebeskummer eines jungen Mannes, von alten Männern, denen nichts mehr bleibt als auf der Strasse eine Zigarette zu schnorren, von Bürgerkriegsleichen, die auf Baustellen gefunden werden. Und von der Mutter des Helden, die immer noch auf ihren Mann wartet, der wie 17.000 andere Männer während des Krieges einfach verschwand...
 
Bemerkung:
Das Poster zum Film zeigt den schlafenden Hauptdarsteller vor blauem Hintergrund. Schlafend deshalb, weil in diesem Film zum zweiten Mal während des internationalen Wettbewerbs des Locarno Filmfestivals 2005 eine Figur an Narkolepsie leidet. Wenn Marietta in "20 Centímetros" jeweils einnickt, kommt dank den tagträumerischen Musicaleinlagen jedoch tolle Stimmung in den Kinosaal. Maleks Schläfrigkeit ist hingegen eher ansteckend.
 
Schauspieler:
Ziad Saad (Malek), Julia Kassar (Claudia), Alexandra Kahwagi (Zeina)
88 min.




Veinte Centímetros
Regie: Ramón Salazar
 
España 2005
Comédia / Musical
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Inhalt:
Marieta heisst gemäss ihrem Pass eigentlich Adolfo, denn sie ist eine Frau im Körper eines Mannes. Die lebenslustige Mitzwanzigerin lebt in einem Madrider Quartier, in dem noch an so einigen Briefkästen "Trans. W. Stit" steht, mit einem Kleinwüchsigen zusammen, der gerne Cello spielen lernen würde. Obwohl ihr 20 Zentimeter langer Penis einen Vorteil gegenüber der Strassenstrichkonkurrenz bedeutet, ist es ihr grösster Traum, das Ding wegzuoperieren.
Da Marieta zudem an Narkolepsie leidet, hat sie des öfteren Gelegenheit, ausführlich von einem Leben als richtiges Glamourgirl zu träumen. Das passiert ihr auch, als sie eines Tages, weit draussen vor den Toren Madrids, aus dem Auto eines Kunden gestossen wird. Marietta erwacht im staubigen Gelände und auf dem 40 Kilometer langen Fussmarsch zurück in die Stadt wird mal wieder der Entschluss gefasst, eine richtige Arbeit zu suchen. Die findet sich als Putzmann in einem Madrider Bahnhof. Weil sie als Mann in der Job-Datenbank registriert war, muss sie sich während den Nachtschichten auch als solchen ausgeben. Das führt zu Problemen mit der Kleiderwahl, wenn ihre neue Liebe sie besuchen kommen will.

Marieta quiere dejar de llamarse Adolfo. Llamarse como su padre y tener los mismos veinte centímetros que él, le produce repelús. Marieta quiere llamarse Marieta y ser una mujer respetada y con todas las de la ley. Sufre de narcolepsía y se queda dormida en el momento menos oportuno. Pero en sus ataques de sueño, que dan origen a los números musicales, Marieta canta maravillosamente y habla idiomas. Hoy Marieta se ha despertado tirada en un descampado a cuarenta kilómetros de Madrid.
 
Bemerkung:
20 Centímetros erzählt die tragische Geschichte von unerfüllten Sehnsüchten und sexuellen Identitätskrisen. Ist aber erstaunlicherweise mit doppelt so vielen Tanz- und Gesangseinlagen gespickt wie jeder Bollywood-Film. In Marietas farbenfrohen Träumen wird den klassischen Musicals der Filmgeschichte die Referenz erwiesen mit Liedern von gestern bis heute. Die Hauptdarstellerin singt die Lieder gleich selber. Sie hat keine Meisterstimme, aber das passt hervorragend zum Motto des Films, dass alle ein Talent haben, aber nicht jeder genug Geld, es zu entwickeln.
 
Schauspieler:
Mónica Cervera (Marieta), Pablo Puyol (Früchtehändler), Inma Olmos (La Malfollá), Rossy de Palma (La Frío) Juan Sanz (Gustavo) und andere Transen
113 min.




Narco: le monde selon Gustave Klopp
Regie: Gilles Lellouche, Tristan Aurouet
 
France 2004
Comédie Dramatique
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Inhalt:
Gustave Klopp est narcoleptique. Il s'endort n'importe où, n'importe quand, ses fréquentes crises de sommeil sont aussi brutales qu'inattendues. Si cette maladie constitue un véritable handicap pour sa vie professionnelle, elle lui permet cependant de vivre, dans ses rêves, des aventures inoubliables. À peine endormi, Gustave devient Klopp, un super-héros invincible et vengeur. Gus partage sa vie entre Pamela, sa femme, qui tient une onglerie et qui rêve, elle, à des jours meilleurs, et Lenny Bar, son meilleur ami, karatéka approximatif, disciple inconditionnel de Jean-Claude Vandamme. Ce petit monde est prédestiné à une vie simple et pépère, dans une petite ville qui sent bon le bonheur et la sérénité. Mais Gus a décidé de " bouger son cul ", comme le lui a demandé si gentiment Pam, et a entamé une thérapie de groupe. Son psy, Samuel Pupkin, a découvert que Gus transforme ses rêves en incroyables bandes dessinées. Aidé par Guy Bennet, un comique raté reconverti dans l'édition, ils décident de s'approprier l'oeuvre de ce génie méconnu. Pour cela, une seule solution, se débarrasser de Gustave Klopp.
 
Bemerkung:
Pour les besoins du film et les réalisateurs, ont rencontré un vrai narcoleptique. Tous souhaitaient ne pas trahir la réalité de cette maladie. C'est ainsi qu'ils ont découvert la faculté des narcoleptiques à reprendre leurs rêves où ils les laissent en se réveillant et à les poursuivre tout naturellement. En fait, ces personnes sont immédiatement plongés dans le sommeil paradoxal que nous mettons entre deux et trois heures à atteindre. Au final, les réalisateurs jugent qu'il n'existe aucune incohérence vraiment énorme entre leur fiction et la réalité.
 
Schauspieler:
Guillaume Canet (Gustave Klopp), Benoît Poelvoorde (Lenny Bar), Zabou Breitman (Pamela), François Berléand (Guy Bennet), Guillaume Gallienne (Samuel Pupkin), Jean-Pierre Cassel (Le Père de Gustave)
105 min.




Rat Race / Der nackte Wahnsinn / La course folle
Regie: Jerry Zucker
 
USA / Canada 2001
Comedy Adventure
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Inhalt:
An einem ganz gewöhnlichen Tag in Las Vegas werden sechs ganz gewöhnliche Leute angesprochen, ob sie an einem höchst ungewöhnlichen Spiel teilnehmen wollen: 700 Meilen entfernt, in Silver City, New Mexico, wartet in einem Schliessfach eine Reisetasche mit 2 Millionen Dollar! Und wer zuerst das Schliessfach öffnet, bekommt alles. Andere Regeln gibt’s nicht – jetzt heisst es einfach nur: Gas geben, auf Teufel komm‘ raus! Blind vor Gier gehen die Schatzjäger ins Rennen, jeder ist zu allem bereit, der Adrenalinpegel vibriert permanent im roten Bereich, doch was keiner weiss: Hinter dem gemeinen Spiel steckt eine Horde supperreicher Zocker um den Casino-Tycoon Donald Sinclair, und die haben ihre ausgerasteten "Laborratten" jederzeit genau im Auge und überlassen nichts dem Zufall...
 
Bemerkung:
Rowan Atkinson ("Mr. Bean") spielt einen leicht trotteligen Italiener, der in den unmöglichsten Situationen von einer Sekunde auf die nächste einschläft. Was im Kino für Lacher am Fliessband sorgt, nennt sich jenseits der Traumfabrik Narkolepsie.
 
Schauspieler:
John Cleese (Donald Sinclair), Whoopy Goldberg (Vera Baker), Rowan Atkinson (Enrico Pollini)
112 min.




Moulin Rouge
Regie: Baz Luhrman
 
Australia 2000
Musicaldrama
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Inhalt:
Christian, ein armer Dichter, reist 1899 gegen den Rat seines Vaters nach Paris, landet per Zufall im Moulin Rouge und verliebt sich unsterblich in die begehrteste Konkubine des Etablissement, Satine, the Sparkling Diamond. Die aber ist einem anderen versprochen, dem reichen Duke. Mit dessen Geld wollen Satine und der Besitzer Harold Zidler ihren Traum erfüllen: ein Theaterstück im Moulin Rouge mit Satine als dem Star in der weiblichen Hauptrolle. Wird sie die Gunst des Dukes behalten können, wenn er die Verliebten entdeckt?
Die Kostüme und die Ausstattung des Moulin Rouge sind ein Rausch aus Farben, die Musik eine gnadenlose Mischung aus allem, was die Popmusik gross und bekannt gemacht hat, versetzt mit bekannten klassischen Themen. Die Tänze eine wilde Mischung aus Can-Can, Musical und Discotempel mit einer Hommage an den argentinischen Tango.
 
Bemerkung:
In der ersten Szene tritt jemand aus der Gruppe "Toulouse Lautrec" auf, den wir später als den "Argentinischen Autor” kennenlernen werden. Narkoleptiker der er ist, fällt er genau dann zu Boden als er buchstäblich in das Zimmer hereinschneit, in dem sich Christian aufhält.

Christian: [v.o] You see, the Argentinean has a disease called Narcolepsy...
 
Schauspieler:
Nicole Kidman (Satine), Ewan McGregor (Christian), John Leguizamo (Henry Toulouse-Lautrec), Jim Broadbent (Harold Zidler), Richard Roxburgh (The Duke)
128 min.




Deuce Bigalow: Male Gigolo / Rent A Man / Gigolo à tout prix
Regie: Mike Mitchell
 
USA 1999
Komödie / Comédie
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Inhalt:
Die Fische lieben ihn und die Frauen übersehen ihn: Deuce Bigalow seines Zeichens kleinster Zierfischbeckenreiniger in Los Angeles. Als er den Fischteich des weltklasse Gigolos Antoine Laconte reinigt, haut es Deuce um. Dieser Callboy hat wirklich alles: blendendes Aussehen, schöne Frauen, schnelle Autos und vor allem das absolute High-Tech Super-Aquarium mit einem unbezahlbaren chinesischen Löwenfisch als Hauptattraktion. Als dieser Fisch schwer erkrankt, übernimmt Deuce dessen liebevolle Pflege. Doch das Leben meint es nicht gut mit ihm, das Super-Aquarium geht zu Bruch und Deuce muss innerhalb von drei Wochen bis zur Rückkehr des Latin Lovers den Urzustand des Apartments herstellen. Er braucht Geld! Viel Geld! Da hat er eine geniale Idee - er schlüpft in Antoines Rolle und übernimmt dessen eindeutige Aufträge. Deuce bleibt nichts erspart und gibt wirklich alles, bis er auf die reizende Kate trifft und kurz davor ist, sich zu verlieben...

Excentrique et maladroit, Deuce Bigalow s'occupe de l'aquarium d'Antoine pendant que celui-ci est à l'étranger. Après avoir détruit l'aquarium en question, Deuce apprend qu'il faudra débourser 6'000 dollars pour tout remettre en ordre. Sans le sou, il décide de faire le gigolo pour rembourser sa dette. Deuce va alors rencontrer des clientes plutôt étranges et marginales: une obèse, une géante norvégienne, une jeune femme atteinte du syndrome de Tourette et Carol, qui souffre de narcolepsie. Puis arrivent la jolie Kate, dont il tombe amoureux….
 
Bemerkung:
Deuce Bigalow lernt unter anderem die Narkoleptikerin Carol kennen.
 
Schauspieler:
Rob Schneider (Deuce Bigalow), William Forsythe (Detective Chuck Fowler), Arija Bareikis (Kate), Deborah Lemen (Carol)
88 min.




Patch Adams
Regie: Tom Shadyac
 
USA 1998
Komödie / Comedy
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Inhalt:
Die Geschichte von Hunter "Patch" Adams basiert auf wahren Begebenheiten. Hunter Adams leidet unter Selbstmordgedanken und begibt sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik, in der er nicht nur den Spitznamen "Patch" (Pflaster) verpasst bekommt, sondern auch Gefallen daran findet, anderen zu helfen. Daraufhin entschliesst er sich Medizin zu studieren, stösst allerdings dabei mit seinen Versuchen, bei der Behandlung der Patienten mit etwas mehr Humor und Menschlichkeit vorzugehen, auf den Widerstand des medizinischen Establishments und seiner starren Konventionen. Noch als Student gründet er die "Gesundheit Clinic" um denen zu helfen, die keine adäquate Behandlung im Spital erhielten. Dies bringt ihn jedoch vor die "Medical Review Board", die ihn beschuldigt ohne Lizenz zu arbeiten.
 
Bemerkung:
Während einer seiner Sketches, die er zugunsten der krebskranken Kinder gibt, spielt er mit den komischen Aspekten der verschiedenen Krankheiten, speziell der Narkolepsie, um ein wenig von der dramatischen Schwere zu nehmen vor diesen unschuldigen Geistern, die noch nicht fähig sind, das psychologische Gewicht zu ertragen.
 
Schauspieler:
Robin Williams (Hunter "Patch” Adams)
115 min.




Addicted To Love / In Sachen Liebe
Regie: Griffin Dunne
 
USA 1997
Liebeskomödie / Romantic Comedy
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Inhalt:
Sam ist Astronom in einer kleinen Stadt im Mittleren Westen der USA, und Sam hat das längste Teleskop von allen - mit dem beobachtet er jeden Mittag seine Freundin Linda. Um so mehr entsetzt es ihn, als Linda beschliesst, dass sie mehr von der Welt kennen lernen möchte als Sams beschaulichen Kleinstadt-Kosmos und nach New York zieht.
Dort findet Linda in Anton, einem französischen Restaurantchef, eine neue Liebe. Aber Sam ist felsenfest überzeugt: diese Beziehung wird unglücklich verlaufen und Linda zurück in seine Arme treiben. Um zum richtigen Zeitpunkt dann auch tatsächlich zur Stelle zu sein, bezieht Sam einen Beobachtungsposten gegenüber von Lindas Appartement, und von Stund an kartographiert er obsessiv und akribisch jedes kleinste Detail von Lindas Leben, um am entscheidenden Tag bereit zu sein.
Doch bald bekommt Sam unvorhergesehene Gesellschaft: die avantgardistische Künstlerin Maggie, die ehemalige Geliebte von Anton, sinnt auf bittere Rache an ihrem Ex, und dazu kommt ihr Sams Observationsposten gerade recht. Die beiden gehen eine Zweckgemeinschaft ein und beginnen, die Überwachung zu perfektionieren. Damit fängt allerdings nicht nur ein böser Psycho-Krieg zu eskalieren an, sondern auch eine Freundschaft zwischen Maggie und Sam, aus der bald mehr wird.
 
Bemerkung:
Sam erzählt eine Anekdote über Englische Ziegen, die an Narkolepsie leiden. Er möchte sie seiner Ex-Freundin Linda erzählen, um ihr ein Lächeln zu entlocken. Da fährt Anton fort, die Geschichte zu erzählen. Das ärgert Sam, weil er ihm "seine" Geschichte geraubt hat - ebenso wie seine Freundin.
 
Schauspieler:
Meg Ryan (Maggie), Matthew Broderick (Sam), Kelly Preston (Linda Green), Tchéky Karyo (Anton Depeux)
100 min.




The Wrong Guy / Ein Killer kommt selten allein
Regie: David Steinberg
 
USA / Canada 1997
Krimi / Policier
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Inhalt:
Doppelt dumm gelaufen. Zuerst geht dem hoch ambitionierten, aber hoffnungslos ungeschickten Nelson Hubbert der sicher geglaubte Präsidentenposten seiner Firma durch die Lappen. Dann findet er den Mann, dem er das zu verdanken hat, tot in seinem Sessel - ermordet. Selbst blutbesudelt und mit der Mordwaffe in der Hand ist Nelson klar: Man wird ihn für den Täter halten! Hatte er in seiner Enttäuschung schliesslich in alle Öffentlichkeit hinausgebrüllt, dass er "den Alten", seinen Chef und Fast-Schwiegervater, liebend gerne umbringen würde.
Kurzerhand begibt sich Nelson auf eine waghalsige Flucht eines zu Unrecht Verfolgten. Was er nicht ahnt: Eine Überwachungskamera hat den Mord gefilmt, der exzentrische Detective Arlen sucht längst den richtigen Killer. Dem aber kommt Nelson bei den tollpatschigen Versuchen, seine Spuren zu verwischen und sich nach Mexiko durchzuschlagen, unbeabsichtigt immer wieder in die Quere.
 
Bemerkung:
Auf seiner Flucht begegnet Nelson Hubbert der jungen Narkoleptikerin Lynn.
Der Originaltitel des Films, "The Wrong Guy", erinnert nicht zufällig an Hitchcocks Thriller "Der falsche Mann". Dave Foley verkehrt das bekannte Schema vieler Filme des "Master of Suspense" ins Gegenteil und spielt einen unschuldigerweise Verfolgten, der eigentlich gar nicht verfolgt wird. Das Ergebnis ist eine urkomische Parodie von "Der unsichtbare Dritte" bis zu "Auf der Flucht". Angereichert mit zahlreichen Filmzitaten von Altmeister Hitchcock, endet die turbulente Geschichte auf der Freiheitsstatue und dem Mount Rushmore - und zwar gleichzeitig!
 
Schauspieler:
Dave Foley (Nelson Hubbert), David Anthony Higgins (Detective Arlen), Jennifer Tilly (Lynn Holden), Colm Feore (the real Killer)
92 min.




My Own Private Idaho / Das Ende der Unschuld
Regie: Gus van Sant
 
USA 1990
Drama
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Inhalt:
Mike, ein junger Mann, am Rande einer einsamen Landstrasse irgendwo im unendlich weiten Idaho stehend, geht ein paar Schritte, torkelt, fällt um, zittert - und beginnt schon zu träumen. Von Wolken, die schnell vorbei ziehen, von der Mutter, die seinen Kopf zärtlich auf den Knien gebettet hält, von springenden Lachsen im Fluss. Dann plötzlich sind wir in Seattle: Mike ist ein Strichjunge, und die Welt in der er lebt, fordert dazu heraus, sich träumend wieder von ihr abzuwenden.
Mike leidet an Narkolepsie, einer Art Schlafkrankheit. Hilfe erfährt er von seinem Strichkollegen Scott, der den schlafend Entrückten von der Strasse birgt oder ihn in den Garten trägt, wenn er bei Kunden einen Anfall bekommt. Die Beiden fahnden auch nach Mikes Mutter, die immer wieder in dessen Träumen auftaucht. Doch die Frau kann nicht gefunden werden, weder in Amerika noch in Italien, wo sie schliesslich landen. Und weil sich Scott in der Nähe von Rom in ein Mädchen verliebt, in den USA das väterliche Vermögen erbt und alle Bindungen an die Welt der Stricher und Junkies löst, steht Mike am Schluss wieder irgendwo in Idaho und träumt...
 
Bemerkung:
Der Film beginnt mit einer Aufzählung der Symptome der Narkolepsie. Die Darstellung der Krankheit im Film ist unter Betroffenen umstritten.
 
Schauspieler:
River Phoenix (Mike Waters), Keanu Reeves (Scott Favor), James Russo (Richard Waters)
93 min.




Annie Hall / Der Stadtneurotiker
Regie: Woody Allen
 
USA 1977
Komödie / Comedy
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Inhalt:
Der New Yorker Komiker Alvy Singer blickt in witzig-selbstironischer Weise auf seine Vergangenheit zurück, nachdem er durch die gescheiterte Beziehung zu Annie aus Wisconsin wieder einmal in eine Krise geraten ist. Seine verkorkste Kindheit verbrachte er in einem nicht erschütterungsfreien Zuhause unter einer Achterbahn und hatte sich damals plötzlich geweigert, weiterhin seine Hausaufgaben zu erledigen. "Das Universum dehnt sich aus", hatte er nur lakonisch erklärt. In Anbetracht einer gewaltigen Explosion in zwei Millionen Jahren, die von der Erde nichts mehr übrig lassen würde, war für ihn jegliche Anstrengung sinnlos geworden. Die jahrelangen Sitzungen bei einem Psychiater hatten dem permanent unglücklichen Verlierer auch nicht geholfen, sich mit seinem Schicksal zu arrangieren (Alvy: "Ein Jahr geb ich dem Therapeuten noch, dann fahre ich nach Lourdes"). Selbst seine zwei Ehen gingen in die Brüche. Und nun blickt er auf die Scherben seiner Beziehung zu Annie, nachdem diese für eine Gesangskarriere nach Hollywood - für Alvy der Inbegriff des schönen, aber hohlen Scheins - gezogen ist.
 
Bemerkung:
Annie erzählt bei ihrer ersten Begegnung mit Alvy eine Anekdote ihres Grossonkels, welcher an Narkolepsie erkrankt ist.
 
Schauspieler:
Woody Allen (Alvy Singer), Diane Keaton (Annie Hall)
93 min.




Austin Powers / Man Of Mystery
Regie: Jay Roach
 
USA 1977
Action / Science Fiction
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Inhalt:
Nachdem die meisten seiner Gefolgsleute getötet wurden lässt sich der Bösewicht Dr. Evil einfrieren, um dem Superagenten Austin Powers zu entgehen. Dieser lässt sich ebenso einfrieren, um 30 Jahre später seinen Widersacher daran zu hindern, die Welt zu erpressen. Allerdings hat sich sowohl für den Superagenten als auch für seinen Widersacher in der Zwischenzeit einiges geändert. Mit schlechten Zähnen schleppt man heute keine Mädels mehr ab, selbst wenn man Austin Powers heisst, und mit $1 Mio. Erpressungssumme ist die Welt heute auch nicht mehr in Atem zu halten. Selten wurde uns in einem Film so drastisch vor Augen geführt, mit welch furchtbaren Phänomenen wir uns in den 90’ern herumquälen müssen: So zum Beispiel mit der Zunft der Sozialpädagogen, was auch Dr. Evil zu spüren bekommt. Schliesslich muss man da auch mit einem machtgierigen Bösewicht mal drüber reden.
 
Bemerkung:
Dr. Evil: "The details of my life are quite inconsequential... very well, where do I begin? My father was a relentlessly self-improving boulangerie owner from Belgium with low grade narcolepsy and a penchant for buggery. My mother was a fifteen year old French prostitute named Chloe with webbed feet. My father would womanize, he would drink. He would make outrageous claims like he invented the question mark. Sometimes he would accuse chestnuts of being lazy. The sort of general malaise that only the genius possess and the insane lament. My childhood was typical. Summers in Rangoon, luge lessons. In the spring we'd make meat helmets. When I was insolent I was placed in a burlap bag and beaten with reeds- pretty standard really. At the age of twelve I received my first scribe. At the age of fourteen a Zoroastrian named Vilma ritualistically shaved my testicles. There really is nothing like a shorn scrotum... it's breathtaking- I highly suggest you try it.”
 
Schauspieler:
Mike Myers (Austin Powers), Mike Myers (Dr. Evil), Elizabeth Hurley (Vanessa Kensington), Michael York (Basil Exposition)
89 min.




The Wrong Man
Regie: Alfred Hitchcock
 
USA 1956
Suspense / Thriller
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Inhalt:
Eines Abends wird der Musiker Manny Balestrero (Henry Fonda) auf dem Nachhauseweg auf offener Strasse verhaftet. Auf dem Polizeirevier erfährt er, dass er verdächtigt wird, bei Raubüberfällen im vergangenen Jahr 271 Dollar erbeutet zu haben. Verschiedene Zeugen werden vorgeladen und identifizieren ihn als den Schuldigen. Auch bei Schriftproben macht er den selben Fehler wie der Täter. Manny gerät immer tiefer in die Mühlen der Justiz und kommt in Untersuchungshaft. Von seinen Verwandten leiht er sich 7500 Dollar und wird kurzfristig auf Kaution freigelassen. Er braucht dringend ein Alibi und sucht nach drei Männern, mit denen er zur Tatzeit Karten gespielt hat. Doch die Suche nach den dreien bleibt erfolglos: Zwei der für ihn so wichtigen Zeugen sind tot, der dritte ist nirgends auffindbar. Kurz vor Beginn der Gerichtsverhandlung erleidet Mannys Frau Rose (Vera Miles) einen Nervenzusammenbruch und wird in eine Klinik eingeliefert. Erst im letzten Moment ist dem verzweifelten Manny das Schicksal gnädig: Der wahre Täter schlägt wieder zu.
 
Bemerkung:
Alfred Hitchcock, unbestrittener Meister des Suspense, liess sich für die Geschichte "Der falsche Mann" von einem Zeitungsartikel inspirieren. Maxwell Anderson schrieb dazu das Buch "The True Story of Christopher Emmanuel Balestrero" und verfasste das Drehbuch gemeinsam mit Angus MacPhail, der ebenfalls für das Skript zu Hitchocks "Spellbound" (1945) verantwortlich zeichnete. Hitchcocks Lieblingsthema des unschuldig Verdächtigen und seine panische Angst vor dem Polizeiapparat kommen in diesem Film mit geradezu kafkaesker Eindringlichkeit zum Ausdruck. Die Panik steht seinem Protagonisten, gespielt von Henry Fonda, in vielen Szenen förmlich ins Gesicht geschrieben. Fonda brilliert als kleiner Mann von Nebenan, der, ehe er sichs versieht, unaufhaltsam in die Mühlen der Justiz gerät. Ausnahmsweise ist Alfred Hitchcock in "Der falsche Mann" nicht in einem seiner berühmten Cameo-Auftritte zu sehen: In einer kurzen Einführungssequenz tritt er jedoch als Erzähler, dramatisch inszeniert im Gegenlicht, in Erscheinung und spricht einen kurzen Prolog, der den authentischen Charakter der Geschichte kommentiert.

Man wusste, dass Alfred Hitchock beim Drehen auf dem Set, im Regiestuhl oft ein Nickerchen machte, während seine perfekten Drehbücher von perfekten Mitarbeitern nach seinen Plänen abgedreht wurden. Man wusste lange nicht, dass das von der Narkolepsie kam, an der er litt.
 
Schauspieler:
Henry Fonda (Manny Balestrero), Vera Miles (Rose), Laurinda Barret (Constance Willis)
105 min.